Soziales Engagement

Einmal Rumänien, hin und zurück...
So meldet sich wahrscheinlich jemand der per Bahn nach Rumänien reisen möchte. Tatsächlich ist das Land eine Reise wert. Es bietet unberührte Landschaften, nette Menschen und eine reiche Kultur. Allerdings sind das alles Dinge, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen, denn oft fällt Reisenden zuerst die Armut des Landes und seiner Menschen auf. Davon betroffen sind zu allererst Kinder, Alte, Kranke und Menschen mit Behinderungen. Dagegen versuchen wir nun schon seit mehr als 20 Jahren etwas zu tun. In den ersten Jahren der Hilfstransporte, die durch den CMS (Christliche Motorradfahrer Sachsen) e.V. verantwortet werden, haben wir ausschließlich Hilfsgüter nach Rumänien gebracht. Die Transporte finden 2 Mail pro Jahr statt.

Seit etwa 5 Jahren versuchen wir zweigleisig zu arbeiten. Wir bringen noch immer Hilfsgüter in ein Kinderheim, von dem aus der ganze Ort versorgt wird. Das hilft besonders den Ärmsten unter den Armen. Diese leben in Verhältnissen, die man in Europa, seit 1.1.2007 gehört Rumänien ja zur EU, nicht erwarten würde. Die Hilfe für das Kinderheim werden wir in den nächsten Jahren immer mehr zurückfahren. Es ist gelungen, dass das Heim finanziell unabhängig arbeitet.

Zudem kaufen wir in Rumänien Lebensmittel und stellen diese in Paketen zusammen, die wir dann selbst verteilen.

Dabei stellen wir fest, dass sich die Verhältnisse zum Teil langsam verändern. So versuchen Familien, denen wir geholfen haben, ihr Haus zu reparieren. Oft stehen dafür nur äußerst geringe Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung. Aus dem typisch deutschen Blickwinkel stellen wir dann oft fest: Hätte man sich einen Tag mehr Zeit genommen, so wäre das ganze Ergebnis wesentlich besser ausgefallen. Doch man sieht den Willen zur Veränderung. Resignierend müssen wir feststellen, dass wahrscheinlich noch eine, durch die sozialistische Planwirtschaft degenerierter Generation, vergehen muss. Sie findet einfach nicht die Kraft sich aufzuraffen und in Bewegung zu setzen. Unsere Hoffnung sind die Kinder, von denen es noch sehr viele gibt.

Deshalb investieren wir verstärkt in Projekte die Kindern direkt helfen. So haben wir selbst drei Kinderspielplätze aufgebaut. Ein Weiterer im Gelände des Krankenhauses in Faget ist in Planung. Er wird Ende Oktober 2009 errichtet werden. Schon seit zwei Jahren gilt unsere Hilfe verstärkt diesem Krankenhaus. Gebraucht wird hier tatsächlich alles. Dank der Unterstützung von Reha aktiv und dem Klinikum Chemnitz verbessert sich auch von Jahr zu Jahr der Zustand des Krankenhauses. Doch wir sehen auch, dass unsere Hilfe für die nächsten Jahre noch notwendig sein wird. So haben wir im November 2008 Bilder im gesamten Krankenhaus aufgehangen. Das ist wichtig, da es in den Räumen sonst nichts gibt außer alte, abgeschrammte Metallbetten. Nirgendwo kann der Blick verweilen. Nichts bietet Ablenkung oder regt sonst irgendwie die Fantasie an. Strahlende Gesichter beim Personal und bei den Patienten zeigten uns, dass die Aktion ein Erfolg war.

Zweiter Strang der Hilfe sollen Eigeninitiativen der Menschen selbst sein, mit denen sie ihr Leben verbessern möchten. So haben wir im letzten Jahr (2007) einen Friseursalon eingerichtet. Eine junge Familie mit 4 Kindern, wollte nicht mehr von unserer Hilfe und dem Kindergeld abhängig sein. Sie überlegte was man machen könnte. Bald war die Idee eines Friseurstudios geboren. Die junge Frau besuchte eine Weiterbildung und wir brachten die bei einer Internetauktion erworbenen Einrichtungsgegenstände mit. Nun verdient sie für sich und ihre Familie den Lebensunterhalt. Auf diese Art Hilfe wollen wir uns in Zukunft stärker konzentrieren.

Wir haben 2007 die Gründung einer Feuerwehr angestoßen. Leider sind der Bürgermeister und die Verwaltung stark in Korruption verwickelt. Wir kämpfen z.Z. weiter um die Umsetzung des Projekts: "Erste freiwillige Feuerwehr Rumäniens". Wir haben 2007 ein einsatzfähiges Feuerwehrfahrzeug nach Rumänien gebracht. Nun müssen die jungen Leute in Rumänien die Sache selbst in die Hand nehmen. Wir sind gespannt was daraus wird.

Auch weiterhin brauchen wir ihre Unterstützung, um Menschen konkret eine Perspektive zu geben. Wichtig ist für uns Geld, das wir benötigen, um die nötigen Sachen in Rumänien kaufen zu können. Alle Helfer auf den Transporten zahlen selbst Geld ein, um damit die Verpflegung und den Transport mitzufinanzieren. Alles Geld kommt also wirklich vor Ort an. Es fließt nichts in die Organisation, nichts in Gehälter oder ähnliches.

Sie können uns helfen und damit vielen Leuten im 1300 km entfernten Rumänien eine Hilfe sein.

Drei neue Projekte stehen zur Zeit an:

  1. Die Gründung der 1. Freiwilligen Feuerwehr Rumäniens für 3 Dörfer. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Marienberg umgesetzt.
  2. Hilfslieferungen an ein Krankenhaus. Das Krankenhaus in Faget haben wir selbst besichtigt. Wir waren erschüttert über die Zustände im Jahre 2007.
  3. Spielplatzbau im Herbst 2009 vor dem Krankenhaus in Faget.

Wir brauchen:

  • In erster Linie Geld. Spendenquittungen dürfen wir ausstellen.
  • In zweiter Linie Fahrzeuge. Kleinbusse die uns für die Zeit eines Transportes (5 Tage mit 2800km) zur Verfügung gestellt werden.
  • In dritter Linie Hilfsgüter. Diese müssen so sein, dass man sie mit gutem Gewissen weitergeben kann. Bitte nicht ohne Absprache mit uns.

Kurz gesagt: "Es gibt noch viel zu tun, packen wir es an!"


Vielen Dank schon im Voraus! Roberto Jahn, Geschäftsführender Referent bei CMS e.V.

Bankverbindung (CMS-Bankverbindung):
Christliche Motorradfahrer Sachsen e.V.
Sparkasse Chemnitz, BLZ 870 500 00, Konto-Nr. 3627 013 025
Stichwort: Biker-Rumänienhilfe